Darwin
Darwin, die Hauptstadt der Northern Territory, wird eine wichtige kulturelle Bedeutung beigemessen.
Die multikulturelle Stadt hat das Etikett „Tor zu Asien“ schließlich nicht umsonst bekommen. Dies hängt unter anderem mit dem geschichtlichen Hintergrund Darwins zusammen.
Aufgrund einer Vermessungsfahrt landeten John C. Wickham und John L. Stokes mit ihrem Schiff HMS Beagle in der Bucht Darwins, Port Darwin.
Wegen einer japanischen Inversion gewann Darwin im Verlauf des Zweiten Weltkriegs immer mehr an Bedeutung. 1942 wurde die Stadt dann fast vollständig zerstört.
Nicht zuletzt erbrachte dies Darwin einen Zuwachs an Bevölkerung, von der asiatischen Seite.
Insgesamt leben in Darwin ca. 75 verschiedenen Nationalitäten. Ein Viertel, der in der Northern Territory lebenden Bevölkerung, sind Aborigines oder Torres- Strait- Insulaner.
Unterteilt in verschiedenen Gruppen mit jeweils verschiedenen Sprachen, Bräuchen und Gesetzen verbindet sich am Ende alles zu einer rund 50.000 Jahre alten Kultur.
Das australische Outback in der Northern Territory ist etwa viermal so groß wie Deutschland und dabei gehört die Hälfte der Landesmasse den Ureinwohnern.
Genau aus diesem Grund werden einige Landesteile sowohl von weißen Australiern als auch von Aborigines verwaltet. Daher benötigt man für das Durchqueren einiger Landesabschnitte, die eventuell durch „Aboriginal- Gebiete“ führen, eine Genehmigung, das so genannte „Permit“.
Ebenfalls wichtig ist das Einhalten bestimmter Verhaltensregeln im Bezug auf die Begegnung mit der fremden Kultur. Dies gilt als besondere Rücksichtnahme und Respekt gegenüber dem Kult der Ureinwohner Australiens.
Diese Verhaltensregeln beinhalten zum Beispiel die Bitte um Genehmigung ein Foto schießen zu können, da einigen Aborigines dies aus Glaubensgründen nicht gestattet ist. Ebenfalls dazu gehört die Akzeptanz und Toleranz bestimmter Zeremonien, auch während von Aborigines geführten, Touren. Denn die Zeremonien bilden einen wichtigen Bestandteil im Leben der Aborigines und sollten daher respektiert und geachtet werden.
Ein letzter wichtiger Punkt ist das Aufbringen von Verständnis bei einer möglichen Zugangsbeschränkung bestimmter Aboriginal Stätten.
Neben der durchaus vielfältigen Kultur der Ureinwohner, winkt die Stadt allerdings noch mit weitaus mehr Besonderheiten.
Im Laufe der Jahre hat sich Darwin nämlich von dem doch eher ruhigen „Top End“ zu einer lebendigen Großstadt entwickelt.
Einflussfaktoren die hierbei mitwirken sind unter anderem die Wochenmärkte. Zum festen Bestandteil Darwins sind daher folgende Märkte geworden:
• Mindil- Beach- Sunset- Market
• Parap- Market
• Rapit- Creek- Market
• Nightcliff- Market
Ein weiteres Spektakel bieten zahlreiche Festivals und Events.
Besonders herausragend ist dabei der Feiertag am 1. Juli, mit dem „Territory Day“.
Die Hauptfeierlichkeiten finden am berühmten Mindil Beach statt, wie auch die Feier des „Chinesischen Neujahrs“.
Andere ebenfalls jährlich stattfindende Festivals, sind zum Beispiel das „Darwin Festival“, welches Tanz- und Theateraufführungen umfasst, die „NT Indigenous Music Awards“ oder auch das eher sonderbare Event zur Liebe des Biers; „Darwin beer-can regatta“. Erwähnenswert ist bei letzterem, dass die Boote lediglich aus Bierdosen bestehen dürfen.
Auch für die Pferdefans unter den Besuchern wird ein Event geboten, nämlich das „Darwin Cup Horse Race“.
Für die etwas andere Art von Unterhaltung wird auf der Mitchell Street gesorgt. Denn diese Straße ist die Hauptstraße der Innenstadt, in der sich die Nachtszene voll entfaltet.
Für das Vergnügen und den notwenigen Spaßfaktor wird durch zahlreiche Kinos, Restaurants, Casinos und Theater gesorgt.
Anlegeplätze am Hafen Darwins sind Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel das Museum oder die Art Gallery oder auch die Botanischen Gärten mit ihrer prachtvollen Vielfalt an tropischen Regenwaldpflanzen und Monsunwäldern.
Auch „Aboriginal- Künste“ in entsprechenden Galerien, sowie unterirdische Tunnelsysteme, wie der „WWZ Oil Storage Tunnel“, vom japanischen Luftangriff 1942, sind eine Besichtigung wert.
Wer sich allerdings einmal eine Auszeit von dem ganzen Kulturprogramm gönnen möchte, sollte an den weitläufigen Stränden Darwins einen Spaziergang wagen. Zu den berühmtesten Stränden gehören hierbei der Casuarina Beach und der Mindil Beach.
Vorsicht ist jedoch geboten, denn es gilt die akute Gefahr vor hochgiftige Quallen, den Seewespen, und Krokodilen.
Alles in allem, wartet eine einzigartige Kultur darauf von „Wissenshungrigen“ erkundet zu werden.

Darwin
Charles Darwin University
